Aufschlags‑Rechner

Berechnen Sie genau, wie viel Sie verlangen müssen, damit Sie nach Abzug der Kreditkartengebühren den vollen Betrag erhalten.

So funktioniert es
Zu berechnender Betrag
So funktioniert es

Sie können nicht einfach den Gebührenprozentsatz auf Ihre Rechnung aufschlagen — das Kreditkartenunternehmen berechnet die Gebühren auf den Gesamtbetrag einschließlich des Aufschlags selbst. Das erzeugt ein Zirkelproblem.

Die Lösung ist die “Aufschlags”-Formel (Gross-Up):

Betrag = (Basis + Festgebühr) ÷ (1 − Satz)

Wobei Satz = Bearbeitungsgebühr × (1 + MwSt auf Gebühr). Die feste Transaktionsgebühr wird zuerst zur Basis addiert, dann wird der Prozentsatz um den Gesamtbetrag herum aufgeschlagen.

Was ist eine Aufschlags‑Berechnung (Gross‑Up)?

Das Problem bei der Weitergabe von KK-Gebühren

Wenn ein Unternehmen die Kreditkarten-Bearbeitungsgebühren an den Kunden weitergeben möchte, liegt es nahe, einfach den Gebührenprozentsatz auf die Rechnung aufzuschlagen. Das funktioniert jedoch nicht — der Zahlungsdienstleister berechnet seine Gebühr auf den Gesamtbetrag, einschließlich des soeben hinzugefügten Aufschlags.

Eine Aufschlags‑Berechnung (Gross‑Up) löst dieses Zirkelproblem, indem sie vom gewünschten Nettobetrag rückwärts rechnet und den exakten Gesamtbetrag ermittelt, der nach Abzug der Gebühren genau den ursprünglichen Rechnungsbetrag ergibt.

Warum einfaches Addieren nicht funktioniert

Angenommen, Ihre Rechnung beträgt 10.000 und die KK-Gebühr liegt bei 3 %. Wenn Sie 10.300 berechnen (3 % aufgeschlagen), zieht der Zahlungsdienstleister 3 % von 10.300 = 309 ab — und Ihnen bleiben nur 9.991. Es fehlt immer noch ein Restbetrag.

Der Fehlbetrag entsteht, weil die Gebühr auf den Gesamtbetrag einschließlich des Aufschlags erhoben wird. Jedes Mal, wenn Sie mehr aufschlagen, steigt auch die Gebühr. Die Aufschlags‑Formel berücksichtigt dies, indem sie dividiert statt addiert.

Die Aufschlags‑Formel

Die Kernformel verwendet Division, um den Gebührenabzug umzukehren:

Betrag = (Rechnung + Festgebühr) ÷ (1 − Effektiver Satz)

Der effektive Satz kombiniert den Bearbeitungsprozentsatz und eine etwaige MwSt auf die Gebühr: Effektiver Satz = KK % × (1 + MwSt‑auf‑Gebühr %). Wenn keine MwSt auf die Gebühr anfällt, entspricht der effektive Satz einfach dem KK-Prozentsatz.

Rechenbeispiel

Rechnung: 10.000. KK-Gebühr: 3 %. MwSt auf Gebühr: 7 %. Festgebühr: 0.

  1. Effektiver Satz = 3 % × (1 + 7 %) = 3 % × 1,07 = 3,21 %
  2. Betrag = 10.000 ÷ (1 − 0,0321) = 10.000 ÷ 0,9679 = 10.331,64
  3. KK-Gebühr: 10.331,64 × 3 % = 309,95. MwSt auf Gebühr: 309,95 × 7 % = 21,70.
  4. Nach Abzügen: 10.331,64 − 309,95 − 21,70 = 10.000,00

Wann brauchen Sie einen Aufschlag (Gross‑Up)?

Häufige Fehler vermeiden

Schnellreferenz für einen Taschenrechner

Schritt 1 — effektiver Satz
  1. KK‑Gebühr als Dezimalzahl eingeben, z. B. 0.03
  2. × drücken
  3. MwSt‑auf‑Gebühr‑Multiplikator eingeben, z. B. 1.07 (für 7%)
  4. = drücken
0,0321 ← effektiver Satz
Schritt 2 — Divisor
  1. 1 eingeben
  2. drücken
  3. 0.0321 eingeben (effektiver Satz aus Schritt 1)
  4. = drücken
0,9679 ← Ihr Divisor
Schritt 3 — Betrag zur Berechnung
  1. Rechnungsbetrag eingeben, z. B. 1000
  2. ÷ drücken
  3. 0.9679 eingeben (Divisor aus Schritt 2)
  4. = drücken
1.033,16 ← Betrag zur Berechnung

Bei 3% Gebühr ohne MwSt Schritte 1‑2 überspringen und durch 0.97 teilen

Die %‑Taste nicht verwenden. Sätze immer als Dezimalzahlen eingeben — 3% ist 0.03, 7% ist 0.07. So funktioniert die Formel auf jedem Taschenrechner gleich.